Regino-Preis 2005
Home Regino-Preis 2008 Regino-Preis 2007 Regino-Preis 2006 Regino-Preis 2005 2002 et. al. Regino:Biographie Links Ausschreibung 2009

 

Nach oben
Doris Simon
Gisela Friedrichsen

Regino-Preis 2004/2005 für beste Justiz-Berichterstattung
Justizminister: Wichtige Auszeichnung für kompetente Berichterstattung
 
Koblenz, 06. Juni 2006 – Medienberichterstattungen rund um die Themen „Recht & Justiz“ erleben einen ungebrochenen Boom. Da waren sich die Laudatoren bei der Verleihung des Regino-Preises 2004/2005 für die beste Justiz-Berichterstattung einig. Einstimmigkeit auch bei der Fachjury. Insgesamt fünf Preisträger bedachte sie am vergangenen Freitag im Rahmen eines Festaktes im Oberlandesgericht Koblenz mitVizepräsident Hölzer der begehrten Auszeichnung. Der seit sechs Jahren verliehene Regino-Preis steht unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Justizministers, Dr. Heinz Georg Bamberger, und des Vizepräsidenten des Oberlandesgerichts in Koblenz, Gert Hölzer. Ziel der Auszeichnung ist es, die besten Justizreportagen und Berichterstattungen mit rechtlichem Hintergrund aus den Bereichen Print, TV und Hörfunk gebührend zu würdigen. Verliehen wird der Regino-Preis von der Redaktion der Neuen Juristischen Wochenschrift (NJW) aus dem Verlag C.H.Beck gemeinsam mit dem Rechtsanwalt und Initiator des Preises, Wolfgang Ferner.Dei Preisträger gemeinsam mit der Jury
 
Strahlende Freude bei den Preisträgern. In der Kategorie „Print“ ging die Auszeichnung an die Journalistinnen Nicola de Paoli und Kirsten Bialdiga von der Financial Times Deutschland. Gemeinsam hatten sie unter dem Titel „Der Mannesmann-Prozess: Im Spannungsfeld zwischen Recht und Moral“ über ein Gerichtsverfahren berichtet, das wochenlang die Schlagzeilen beherrschte. „Die über rund sechs Monate währende kontinuierliche Berichterstattung dieser Preisträger beeindruckte nicht nur durch die akribische Aufbereitung und Verfolgung des Prozesses, sie vermittelt dem Bürger auch ein eindrucksvolles Bild, mitten im Prozess zu sein“, begründete Dr. Achim Schunder, Schriftleiter der juristischen Fachzeitschift NJW, die Auszeichnung in seiner Laudatio.
 
Mitten im Geschehen wähnt sich der Hörer auch in der Hörfunk-Reportage „Ein Land Dr.  Schunderhält den Atem an: Belgien vor dem Dutroux-Prozess“ von Doris Simon. Die Journalistin vom DeutschlandRadio erhielt in der Kategorie „Rundfunk“ den mit 500 Euro je Gewinner dotierten Regino-Preis. Mit feinsinniger Wahrnehmung der Einzelumstände zeichnet sie ein präzises Bild der Akteure und dokumentierte so ihre Eindrücke rund um den erschütternden Kinderschänder-Prozess.
 
Justiz-Berichterstattung fast wie ein Krimi
 
In der Kategorie „Fernsehen“ ging der Regino-Preis an die Filmemacher Samuel Schirmbeck und Henning Burk. In ihrem Filmbericht „Die Geschichte eines Testfahrers – Der Tag als ich zum Todesraser wurde“ hatten sie für den Hessischen Rundfunk das Leben des Testfahrers Rolf F. aus der Sicht des Verurteilten nachgezeichnet. „Eine quasi filmische Wiederaufnahme des Verfahrens“, so Rechtsanwalt Wolfgang Ferner in seiner Würdigung des Beitrags. Ferner weiter: „Die Autoren stellen viele Fragen und schaffen es, eine Reportage zusammenzustellen, die für sich genommen fast ein Krimi ist, bei dem der Zuschauer selbst entscheiden muss, ob er das Urteil des Landgerichts Karlsruhe akzeptieren kann oder als Richter selbst anders entschieden hätte.“
 
„Die Auswahl unter den rund zwanzig eingesandten Beiträgen fiel uns nicht leicht, dennoch fiel das Votum für alle Siegerbeiträge einstimmig aus“, erklärte NJW-Schriftleiter Dr. Achim Schunder. Gemeinsam mit dem Strafverteidiger Wolfgang Ferner, dem Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Heinz Georg Bamberger, der Leitenden Oberstaatsanwältin Hildegard Becker-Toussaint, Frankfurt am Main, und dem Ressortleiter Recht und Justiz des ZDF, Rechtsanwalt Bernhard Töpper aus Mainz, stellte er die Fachjury des Regino-Preises.
 
Justizminister: Regino-Preis als wichtige Auszeichnung
 
Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger, der an der diesjährigen Regino-Preisverleihung nicht teilnehmen konnte, wies in seinem übermittelten und vom Vizepräsidenten des Oberlandesgerichts in Koblenz, Gert Hölzer, verlesenen Grußwort darauf hin, dass die Themen mit denen sich Gerichte zu befassen hätten nicht immer leicht zu vermitteln seien. Kompetente Justiz-Berichterstattung sei keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger seien Auszeichnungen wie der Regino-Preis, die die Bedeutung dieser Beiträge hervorheben und sie in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken würden, so der rheinland-pfälzische Justizminister.
 
Die prominente Spiegel-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen äußerte sich in ihrer Festrede zur doppelten Rolle der Justiz-Berichterstatter. Einerseits hätten sie den Bürger aufzuklären, warum ein Gericht eine bestimmte Entscheidung getroffen habe. Andererseits hätten sie aber auch die Pflicht, der Justiz zu erklären, warum der Bürger bestimmte Urteile nicht versteht. „Der Bürger kennt oft nur die Gerichtsverhandlungen von Barbara Salesch und Alexander Hold, bei denen jeder Fall innerhalb einer halben Stunde ausgeurteilt ist“, so die Gerichtsreporterin. Viele Zuschauer fragten sich dann, warum die echten Gerichte so lange für einen Prozess benötigten.
 
Strebsam wie ein einfacher Mönch
 
Der Regino-Preis ist benannt nach dem strebsamen Rechtslehrer und Geschichtsschreiber „Regino von Prüm“, auch „Regino von Altrip“ (840 – 915 n.Chr.) genannt, der Ende des 9. Jahrhunderts als Abt im damals bedeutenden Kloster Prüm in der Eifel lebte. Weder Erfolg noch Niederlagen hielten den einfachen Mönch von seinem unermüdlichen Streben ab, sein Leben lang aufzuklären, zu dokumentieren und Erlebnisse niederzuschreiben.
 
Auch für 2006 rufen die Neue Juristische Wochenzeitung (NJW) und Rechtsanwalt Wolfgang Ferner zur Teilnahme am Regino-Preis für die besten Justizreportagen auf.
 
Regino-Preis 2006 ausgeschrieben
 
Eingesandt werden können Reportagen und Berichte, die zwischen dem 01. August 2005 und dem 31. Juli 2006 veröffentlicht wurden, in deutscher Sprache verfasst sind und sich mit dem Thema „Recht & Justiz“ beschäftigen. Einsendeschluss ist der 31. August 2006. Der Preis ist ausgeschrieben für die Kategorien ? Printmedien ? Rundfunk ? Fernsehen
? Neue Medien.
 
Die Einsendung der Beiträge ist in allen gängigen Datenformaten (*.rtf; *.doc; *.html; MS-Media-Player u.ä.) möglich. Es können aber auch Kopien der Print-Veröffentlichungen eingesandt werden. Rundfunkbeiträge sind auf CD bzw. Compact Kassette, Fernsehbeiträge auf DVD oder VHS-Kassette einzureichen. Print-Beiträge sollten in fünffacher, Rundfunk- und Fernsehbeiträge in zweifacher Ausfertigung übersandt werden. Der Einsendung ist ein kurzer Lebenslauf sowie eine Selbstdarstellung des Autors beizufügen.
 
Die Beiträge für den Regino-Preis 2006 sind zu senden an:
 
Wolfgang Ferner
Hauptstr. 10
54597 Rommersheim
Email: wferner@ferner.de
 
oder
 
Verlag C.H.Beck oHG
NJW-Redaktion
Rechtsanwalt Dr. Achim Schunder
Beethovenstraße 7 b
60325 Frankfurt am Main
Email: njw@beck-frankfurt.de
 
 
Copyright © 2001 Wolfgang Ferner
Stand: 14. April 2008